Ratgeber

Wohin mit dem Badefass und was kommt darunter

Untergrund, Zufahrt, Wasserablauf und Abstand zum Haus. Vier Dinge, die sich schlecht korrigieren lassen, wenn man sie voreilig entscheidet.

Die Tragfähigkeit kommt zuerst

Rechnen Sie das Gewicht aus: Volumen in Litern plus rund 80 kg je Person plus das Leergewicht des Fasses.

  • Fass für 2 Personen: 250 bis 600 l → 500 bis 900 kg
  • Fass für 4 Personen: rund 1 000 l → 1 200 bis 1 400 kg
  • Fass für 6 Personen: 1 300 bis 1 700 l → 2 000 bis 2 400 kg

Das ist eine Last, konzentriert auf 3 bis 5 m². Eine Holzterrasse üblicher Bauart trägt das nicht, und in Sand verlegte Platten sacken ungleichmäßig ab, sodass das Fass sich neigt.

Welcher Untergrund sich bewährt hat

Betonplatte mit 10 bis 15 cm Stärke und Bewehrungsmatte, 20 cm über die Grundfläche des Fasses hinaus. Die sicherste Lösung, bei großen Modellen praktisch Pflicht.

Pflaster auf verdichtetem Unterbau – 15 cm Schotter, lagenweise verdichtet, dann die Verlegeschicht. Funktioniert bis rund 1 200 kg.

Verstärkte Terrasse – nur, wenn sie jemand gebaut hat, der mit 300 kg/m² gerechnet hat. Lassen Sie sich das bestätigen, es ist keine Selbstverständlichkeit.

Was nicht funktioniert: blanke Erde, Rasen, lose in Sand gelegte Platten, eine Holzterrasse ohne Verstärkung.

Zufahrt, Wasser und Abstand

Zufahrt. Das Fass wird am Stück geliefert. Wir brauchen eine Durchfahrt, die 20 cm breiter ist als der Durchmesser – bei einem Modell mit 220 cm also 240 cm. Geht das nicht, wird ein Kran nötig, was zusätzlich kostet.

Wasserablauf. Das Fass wird gelegentlich entleert, und das sind 1 000 bis 1 700 Liter auf einmal. Planen Sie, wohin das Wasser läuft – nicht an die Hausgrundmauern und nicht auf das Nachbargrundstück.

Abstand zum Haus. Bei Fässern mit Ofen rechnen Sie mit Abstand wegen Funkenflug und Rauch. Unter das Schlafzimmerfenster gehört kein Fass mit Ofen.

Bäume. Ein Fass unter einem Laubbaum bedeutet jeden Herbst Laub im Wasser. Der Thermodeckel löst das nur zum Teil.

Brauchen Sie eine Baugenehmigung?

Ein frei stehendes Badefass oder ein Whirlpool ist kein Gebäude – es sind Produkte, die Sie auf das Grundstück stellen. Eine Genehmigung brauchen Sie dafür in der Regel nicht.

Anders sieht es bei eingelassenen Whirlpools, bei Überdachungen und bei modularen Saunen aus, die je nach Größe und Lage als bauliche Anlage gelten können. Hier empfehlen wir die Rückfrage beim örtlichen Bauamt – die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland und danach, ob Sie im Innen- oder Außenbereich bauen.

Das ist eine allgemeine Information, keine Rechtsauskunft. Für Ihr konkretes Grundstück fragen Sie beim Bauamt nach.

Häufige Fragen

Muss der Untergrund völlig waagerecht sein?

Ja, die Toleranz liegt bei 5 mm pro Meter. Ein schräg stehendes Fass hat das Wasser auf einer Seite höher, was die Konstruktion belastet und schlecht aussieht.

Darf das Fass auf den Rasen?

Nein. Es sackt ungleichmäßig ein, das Holz verrottet in dauerhafter Feuchte, und unter dem Fass steht Wasser. Immer ein befestigter Untergrund.

Wie weit muss der Stromanschluss entfernt sein?

Beim Whirlpool so nah wie möglich – eine lange Zuleitung bedeutet Spannungsabfall. Steckdose und Verteiler dürfen nicht näher als 2 m an den Wannenrand, das verlangt die Norm.

Bevor Sie ein Modell wählen

Badefass für 4 Personen

Maße und Gewichte der häufigsten Größe.

Badefass für 6 Personen

Große Fässer und was ihre Anlieferung bedeutet.

Ganzjähriger Außenwhirlpool

Was Sie vor der Lieferung vorbereiten.

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